Die Natur rund um die venezianische Hafenstadt entdecken: zu Wasser und zu Lande. Caorle liegt in der Metropolregion Venedig und ist flächenmäßig eine der größten Gemeinden in Norditalien. Sie liegt an der Mündung des Flusses Livenza und dem Adriatischen Meer. Caorle wird oft als „Klein-Venedig“ bezeichnet.

Entschleunigen

Caorle sailboats

„Entschleunigung für ein besseres Leben“ ist das Motto der Fahrradstation Ca‘ Corniani bei Caorle. Die Hektik aufgeben, entschleunigen lernen, endlich die Reise genießen… wieder in Einklang mit unseren Empfindungen kommen und vergessene Gefühle spüren. Nicht nur beim Radfahren können Reisende großartige Naturbeobachtungen in Ruhe und Gelassenheit erleben. Rudern, Segeln, SUP, Bootfahren oder Wandern sind ebenfalls Möglichkeiten, das Leben in Zeitlupe zu genießen.

Die Einwohner von Caorle haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Umgebung und die Natur für respektvolle Besucher zu öffnen, damit diese angenehme Tage in friedlicher Ruhe verbringen können, abseits der fröhlichen Strandkultur. Hier erwarten die Gäste auch unberührte Strände ohne Sonnenschirme. Darüber hinaus finden Sie jahrhundertealte, vergessene Naturlandschaften, duftende Pinienwälder, fruchtbare Felder, Cantinas und Bauernhöfe, die zum Entdecken einladen. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Wasser.

Mit dem Traghetto (und dem Fahrrad) ins Naturschutzgebiet

Caorle Traghetto

Früher musste man 43 km mit dem Auto zurücklegen, um das malerische Naturschutzgebiet von Vallevecchia bei Caorle zu erreichen. Tatsächlich ist es nur 150 Meter Luftlinie entfernt, aber durch die Mündung des Flusses Canalon abgeschnitten. Heute können Besucher mit dem Traghetto von Caorle zur Lagune und dem schönen Naturstrand von Brussa und dann weiter nach Bibione fahren. Sie können auch ein Fahrrad mieten und die Fahrradfähre „Caorle – Vallevecchia – Bibione“ nehmen. Vallevecchia ist eine 900 Hektar große, verwunschene Insel, die vom Meer und den Flüssen der Lagune umgeben ist. Ein Ökosystem, das sich in jahrhundertelanger Abgeschiedenheit inmitten der lebhaften Adria in Ruhe entwickeln konnte. Die Insel, die Dünen und der natürliche, saubere Strand gelten als der einzige unbebaute Teil der oberen Adria. Von den Beobachtungsplätzen für Birdwatching beobachten Besucher Kormorane und Reiher, treffen auf die sprichwörtlichen Füchse und Hasen, auf Rehe oder – im Brackwasser – Krebse, Aale und anderes spannendes Getier. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Bike – die Insel ist ein perfekter Rückzugsort für Menschen, die friedliche Natur und Ruhe lieben.

Durch die Stille der romantischen Lagune paddeln

Carole SUP

Nehmen Sie sich einen halben Tag Zeit für diese außergewöhnliche Tour mit dem Stand-up-Paddleboard: eine 13 km lange naturnahe Exkursion in die Stille und fantastische Vegetation. Sie führt durch große Kanäle und Flüsse und kleine Wasserstraßen. Es wird empfohlen, zu zweit oder sogar in einer Gruppe zu paddeln und sich nicht nur auf ein Brett zu verlassen. Auf diese Weise müssen Sie nicht allein auf eines der vorbeifahrenden Boote warten, falls etwas passiert. Vergewissern Sie sich, dass Sie etwas zu essen und zu trinken, Sonnenschutz und einen Hut an Bord haben. SUP-Erfahrung ist nicht erforderlich – notfalls können Sie auch im Sitzen paddeln -, aber eine mittlere Sportlichkeit wäre empfehlenswert. Da die Flüsse, die Caorle umrahmen, mit den Gezeiten ihre Richtung ändern, ist es sinnvoll, sich von der Flut in den Fluss hineintragen zu lassen und nach einigen Stunden mit der Flut wieder hinaus zum Meer und zum Strand von Falconera zu paddeln. Idealer Startpunkt ist der Parkplatz hinter dem Campingplatz Falconera, und mit etwas Glück ist nach der Hälfte der Strecke das Restaurant Mazarack geöffnet, das man auch vom Board aus besuchen kann.

Die pittoreske Umgebung mit dem Fahrrad erobern

Caorle Bike path

Erobern Sie Caorle und die malerische Umgebung mit dem Fahrrad. Von Caorle aus gibt es verschiedene Radtouren für diejenigen, die die Stadt und das Umland in aller Ruhe und aus eigener Kraft erkunden möchten. Besucher können zum Beispiel die Strecke quer durch Caorle bis zur Lagune radeln, für die schöne neue und breite Radwege gebaut wurden. Oder man fährt bis zur Concordia Sagittaria, genießt einen Espresso oder Cappuccino und beobachtet das bunte Treiben auf den Straßen. Anspruchsvollere Touren von bis zu 65 km führen nach Brussa und Portogruaro. Auch innerhalb der Stadt – oder dank der Fähre in der Lagune – können Sie die Düfte, Geräusche und den sanften Wind erleben, die das Radfahren in der Region so angenehm machen. Lieben Sie Wein? Dann fahren Sie mit dem Fahrrad von einem Weingut zum anderen und beladen Ihre Gepäckkörbe mit den köstlichen Spezialitäten der Region – vor allem mit dem weißen Lison der Region.

Carole Weingut

Ein aufregender Kurztrip von nur 4 km führt nach Ca‘ Corniani, wo die Besucher nicht nur eine ausgezeichnete Weinkantine und ein Restaurant erwarten, sondern auch eine einzigartige Fahrradstation, in der man E-Bikes und Fahrräder ausleihen und sogar duschen oder, falls nötig, sein Fahrrad reparieren lassen kann. Im Rahmen des landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekts Ca‘ Corniani wurden bereits 10 Kilometer eines 32 km langen geplanten Radwegs angelegt, der an Blumenwiesen voller Mohn und Kamille, bienenfreundlichen Anpflanzungen und 30.000 neu gepflanzten Bäumen und Sträuchern vorbeiführt.

Unter weißen Segeln die Schönheit der Adria genießen

Carole sailing

Ob mit oder ohne Skipper, ein Segeltörn auf der Adria zwischen Mai und Oktober gilt als eines der schönsten Erlebnisse schlechthin. Die Sonne scheint, die Luft ist warm und das Meer lädt zu einem Sprung ins Wasser ein. Mistral, Jugo und Bora sind die Namen der vorherrschenden Winde, die die Adria zu einem Segelparadies machen. Letzterer entsteht oft, wenn der Luftdruck hoch ist und aus nordwestlicher Richtung auf das Meer bläst. Die Sicht ist dann so klar wie das Wasser. Im Frühjahr und Herbst können Sie den Scirocco genießen, einen warmen Wind aus Südwest, der ideal für Segelprofis ist. Hervorragende Segelbedingungen in den Sommermonaten bietet der Mistral, der zuverlässig aus Nordwest weht und das Segeln besonders angenehm macht. Es ist ein Schönwetterwind, der morgens aufkommt und abends abflaut, so dass man den Sundowner am Strand oder im Straßencafé in der Wärme des Abends genießen kann.

Es gibt viel zu tun und zu sehen. Und natürlich ist auch Venedig ganz in der Nähe. Eine Stadt, die auf der Wunschliste eines jeden Besuchers ganz oben steht.

Mehr Info gibt es unter https://www.caorle.eu/en

Photos: Caorle Tourism